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Freitag, 31. Januar 2014

Freutag

Diese Woche ist eigentlich nichts besonderes passiert, aber es hat sich alles gut eingespielt. Ich habe neu Klientinnen aufgenommen und an der Arbeit wieder richtig zu tun und mein Mann hat sich gut Zuhause in seine  Rolle als "stay at home dad" eingefunden.
Fritz ist zufrieden mit der Situation, er hat jetzt einfach zwei Hauptbezugspersonen, auch wenn ich die nächsten Monate wahrscheinlich mehr in den Hintergrund treten werde, allein dadurch, dass ich von ihm im Wachzustand unter der Woche nur ca. 2 Stunden mitbekomme. Auf Dauer wäre das nichts. Zumindest wenn die Kinder so klein sind und so früh ins Bett gehen, sollten Eltern nur 32 Stunden arbeiten.
Tagsüber Flasche klappt auch super, da hatte ich ja so meine Bedenken. Abends, nachts und morgens stille ich noch und da funktioniert der Wechsel auch super.
Einzig die beiden Großen haben sich schon mal beschwert, aber da ging es eher drum, dass ich oft mittags gekocht haben und mein Mann grundsätzlich abends kocht. Sie werden es überleben.

Und dann freue ich mich, dass meine KSW doch schon auf so große Resonanz gestoßen ist. Ich hoffe, dass sich noch viele melden werden, denn die Idee gefällt mir immer besser: Du bekommst einen FatQuarter zugeschickt (kostenlos) und nähst daraus was du willst. Um die Teilnahme bitte ausschließlich im Blog, unter dem entsprechenden Posting *hier* bewerben



Verlinkt zu: *freutag*

Freitag, 6. Dezember 2013

Darüber freu ich mich am Nikolaustag!

Danke für dieses tolle Video!
Immer, wenn ich so etwas zu Gesicht bekomme, freu ich mich darüber, dass ich nicht die Einzige bin, der gewisse Dinge sauer aufstoßen.
Und wie es dann so ist, stören mich dann die Stimmen derer, die alles "nicht so eng sehen" oder mir raten "das nicht so verbissen zu sehen" fast genauso, wie die Auslöser. Manchmal ärgere ich mich über sie sogar noch mehr, weil ich diese Menschen kenne und oft auch schätze.
Worum es geht? Seht selber:




In der Hoffnung, dass das nächste Jahr besser wird,

AppelKatha

Montag, 7. Oktober 2013

Väter in Elternzeit oder: Mein Mann muss ran!



Seit ich wusste, dass ich mit Fritz schwanger bin, war für mich klar, dass ich bei diesem Kind nicht die komplette Elternzeit zu Hause bleiben würde, sondern, dass diesmal der Mann ran muss.
Bei meinem Großen war ich noch im Studium und da der Kindsvater mal hier mal da jobbte, war die Kinderbetreuung kein Thema zwischen uns, konnte ich doch recht schnell wieder das eine oder andere Seminar besuchen. Faktisch hing die Kinderbetreuung aber - bis auf diese wenigen Stunden in der Woche -komplett an mir.
Bei Johnny arbeitete ich als freiberufliche Mediengestalterin von Zuhause aus, mein Mann hatte sein Studium gerade abgeschlossen und begann kurz vor der Geburt Vollzeit zu arbeiten. Klar, ich kümmerte mich ums Kind und wenn er schlief, arbeitete ich. Das war nicht befriedigend und nach drei Monaten, legte mein Mann seinen Dienst so, dass ich jeden Montag "frei" hatte und außer Haus arbeiten gehen konnte. Ohne Diskussion ging das nicht, musste doch der Mann an seinem freien Tag das Kind betreuen, aber ich bestand darauf. Nach einem Jahr kam Johnny in die Kita und ich konnte wieder loslegen.

Heute ist die Situation eine andere. Ich habe noch einmal studiert und einen Job gefunden, der mir richtig Spaß macht: Die Arbeit erfüllt mich, ich habe tolle Kolleginnen und ich verdiene endlich mal mehr als in einem Aushilfsjob. Und damit das so bleibt, muss ich natürlich dranbleiben.

Also, diesmal fast 50/50. Ich bleibe noch bis Ende Dezember Zuhause, dann wird meine Mann von Januar bis Juni Fritz Zuhause betreuen, mit ihm in den PEKIP-Kurs gehen, Johnny jeden Tag in die Kita bringen (als wir noch beide arbeiteten haben wir uns das geteilt) und den Haushalt größtenteils schmeißen.
Das alles stand zwar ziemlich früh fest, heißt aber nicht, dass wir darüber nicht mehr diskutieren. Und nicht nur wir. Die meisten die davon hören (vor allem die Frauen) finden es gut. Erfrischend finde ich, dass eigentlich nur wenige Frauen sagen, wie toll sie das von meinem Mann finden, dass der das "mitmacht" und "Bei meinem Mann wäre das aber nicht möglich (gewesen). In seinem Job blablabla...."
Viele Freundinnen oder Bekannte sagen dazu meist nur: "So muss es sein!". Und so ist es auch! Wer Kinder hat, muss sich auch drum kümmern. Und das sollte selbstverständlich sein. Männer sollten sich genauso zuständig fühlen und es sein, wie die Mütter.
Wie schwer es die "betroffenen" Männer haben, hab ich schon zu genüge gehört oder vielmehr, wie schwer sie es hätten, wenn sie denn in Elternzeit gegangen wären oder gehen würden. Ja, klar. Und Frauen haben natürlich keine Nachteile, wenn sie den Job für mindestens 1 Jahr unterbrechen und danach in Teilzeit wieder anfangen?

aufZehenspitzen sagt dazu: "Ich bemühe mich wirklich, eure Probleme zu verstehen, liebe (verhinderte) neue Väter. Aber wenn ich ehrlich bin, außerhalb meines privaten Umfelds, scheren sie mich einen Dreck. Denn ihr lebt eure Ängste auf den Rücken der (eurer) Frauen aus. Ihr drückt euch, wovor Frauen sich nicht drücken können. Ich will eure blöden “ich bin gefangen im Rollenbild”-Ausreden nicht mehr hören. Und auch nichts von Männlichkeitsverlustängsten. Oder, dass der Job dann drunter leidet oder eben die Finanzen. Woohoo! Denkt ihr, das ist neu für Frauen, die Mütter sind oder werden wollen? Merkt ihr nicht, dass ihr eine Wahl habt und wir noch immer nicht?
(...)
All diese Probleme, die junge Väter beschäftigen, die Identitätssuche, die Ängste, der Gegenwind, all diese Probleme entsprechen meinen Problemen als Frau und Mutter zutiefst. Vermutlich kränkt es mich, dass der Kampf dieser männlichen Minderheit um so viel positiver quittiert wird, als jener von Frauen. Mich ärgert auch, dass bei Müttern immer nur die Rede ist von der “Karriere”, die mit der Familie zu vereinbaren sei. Bei Männern ist es grundsätzlich kompliziert. Das Thema Kind und Karriere ist ein wichtiges, aber doch nicht der Dreh- und Angelpunkt der Diskussion. Denn damit wird die Mehrheit der Frauen von vornherein ausgeschlossen. Es muss auch um die Frauen in Niedriglohnberufen und um Frauen in anderen prekären Beschäftigungsverhältnissen gehen. Um Frauen mit Jobs eben." 

Und obwohl mein Mann sich auf die kommende Elternzeit und die damit verbundenen neuen Erfahrungen & Möglichkeiten freut, hat er doch neulich tatsächlich gesagt, er hätte ja keine Wahl, er müsse die Elternzeit nehmen, meinetwegen. Um ehrlich zu sein, ich hatte auch keine Wahl, aber die Elternzeit nehmen ich  - wegen Fritz.


Zum Weiterlesen:

aufZehenspitzen: Neue Väter. Ein Perspektivenwechsel
Jochen Königs: 50/50 bedeutet nicht die Auflösung aller Ungerechtigkeiten:






Samstag, 14. September 2013

Warum ich mich über "Jungsstoffe" ärgere

Wie man in meiner Blogbeschreibung lesen kann, nähe ich hauptsächlich deswegen, weil es für Jungs wenig schöne bunte Kleidung gibt, sondern hauptsächlich dunkle, schwere Farben. Je mehr ich mich auf anderen Blog umsehe, desto häufiger lese ich, dass es anderen Müttern genauso geht: Sie nähten die Kleidung ihrer Jungen bunt!

Es gibt wunderschöne Stoffe für Kinder, aber leider auch hier die Unterteilung in "Jungsstoffe" und "Mädchenstoffe". Bei Jungsstoffen landet dann alles was mit Rittern, Dinos usw. bedruckt und in der Regel farblich eher bedeckt ist, die Mädchen bleiben in der rosa Herzchen-, Prinzessinnen-, Einhornecke.
Ist das denn wirklich notwendig? Könnten die Stoffe nicht einfach nach Farben oder Themen sortiert werden? Das wäre zumindest ein Schritt aus dieser starren Rollenschublade raus.

Ich fände es toll, wenn sich die Stoffdesignerinnen dieser "Problematik" bewusst wären und ihre Stoffe nicht nach genau diesen Rolleneinteilungen konzipieren würden.
Warum kann auf dem wunderschönen "Catch a wave" nicht wenigstens ein als Mädchen oder Frau zu erkennender Mensch auf dem Surfboard stehen. Jungs würden den Stoff deswegen sicherlich nicht weniger cool finden, Mädchen würden sich auch bei einem sportlichen Thema wiederfinden*.













Was mich richtig ärgerte war der neue Stoff von "Nikiko" und  "Alles für Selbermacher" (Ich gehe davon aus, dass die Kundschaft zu 90% aus Frauen besteht, also warum nicht "Alles für Kreative", um es wenigstens geschlechtsneutral zu halten?): "Elb Ritter"


















Jungs als Ritter (Abenteuer, Mut, Kraft usw.) Mädchen als zu rettenden Prinzessin (schön, schwach, passiv)? Was ist das für eine Botschaft? Was sagt das Mädchen die auf Ritter stehen? Du bist leider raus, du kannst dich beim Ritterspielen höchstens in einem schönen Kleid in einen Turm setzen und dich retten lassen?

Klar, man könnte jetzt sagen, ich sehe das übertrieben. Was haben Geschlechterrollen mit Stoffen zu tun? Ich finde eine Menge: Die Kinder identifizieren sich doch mit ihren schönen, selbstgenähten Klamotten. Sie dürfen sich die Stoffe aussuchen und präsentieren sie stolz in der Kita oder Schule. Leider wird dann seitens der StoffproduzentInnen schon eine Vorauswahl getroffen (Jungsstoffe/Mädchenstoffe), der die meisten Kinder und ihre Mütter eher selten widersprechen, denn welcher Junge läuft schon in "Mädchenstoffen rum? Anders wäre es vielleicht, wenn diese gar nicht als solche klassifiziert wären. Dann hätte sich das Mädchen einfach einen Dinostoff, der Junge einen Blümchenstoff ausgesucht.
Ein positives Mädchen- & Jungenbild, (denn wo bleiben eigentlich die Jungen, die auf Pferde oder sogenannte "Mädchenfarben" stehen?), welches nicht den alten Rollenklischee entspricht, sondern Kinder in ihrer Individualität unterstützt nützt doch allen.
Jungs sollen nicht nur kämpfen und forschen dürfen, ihnen sollte es auch erlaubt sein, sich "jungsuntypisch" zu verhalten. Wer kennt denn nicht einen Jungen im Bekanntenkreis, der gerne Haarspangen trägt oder sich als Prinzessin verkleidet - bis es ihm von seiner Umwelt ausgetrieben und als "das macht ein Junge nicht" madig gemacht wird.

Also, her mit der Einteilung nach Farben und Themen, weg mit Jungs- und Mädchenstoffen!

Just my two cents, Katha


* Ich habe Susanne dazu auch was in die Kommentare geschrieben, aber leider keine Antwort bekommen.





Freitag, 2. August 2013

Richtiges Mädchen Spielzeug!

Nachdem mein Sohn Johnny (5) das erste Mal folgenden "Werbespot" sah, wollte er unbedingt wissen, wo man die Brontë-Sisters-Actionfiguren kaufen kann:





Take this, you sexist pig!




Freitag, 31. Mai 2013

LEGO Teil 2: The Boys Club

In Teil 1 "LEGO & Friends erläuterte Anita Sarkeesian von feministfrequency wie sich die Vermarktung und die Erweiterung der LEGO-Produktpalette im Laufe der Zeit entwickelte: Während in den 70ern alle LEGO-Artikel noch weitgehend geschlechtsneutral beworben wurde, gibt es heute ein klare Trennung zwischen "Mädchenlego" und Jungslego", wobei sich das LEGO nicht nur in  den Funktionen und der Farbgebung unterscheidet. Aber seht selbst:









Mittwoch, 29. Mai 2013

LEGO & Friends

Eine meiner Lieblingsblogerinnen ist Anita Sarkeesian mit ihrem Blog feministfrequency. Themen die mich aufregen oder mir oft schwer im Magen liegen, werden von ihr wunderbar einfach dargestellt und auf den Punkt gebracht.
Gerade als Mutter ist das Thema "Geschlechtsspezifisches Spielzeug, bzw. Erziehung" Dauerbrenner. Mädchen bekommen das "brave" Spielzeug in rosarot mit relativ eingeschränktem Handlungsspielraum und Jungs die Action und Forschersachen....